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Kooperation Hochschule und Didacta Verband

Zusammen für digitale Bildung

Die Lehrstühle Fachdidaktik Deutsch und Fachdidaktik Mathematik der Universität des Saarlandes und der Bildungsverband Didacta arbeiten künftig im Bereich „Bildung in der digitalen Welt“ zusammen: Gemeinsam wollen sie Online-Angebote für das digitale Lehren und Lernen erstellen, fachspezifische Materialien entwickeln und publizieren sowie Fachveranstaltungen organisieren. Konkrete Beispiele für die sinnvolle Verbindung von bewährten Bildungsangeboten und neuen Technologien stellten die Saarbrücker Fachdidaktikerinnen Julia Knopf und Silke Ladel Ende Februar bei der Didacta, Deutschlands größter Bildungsmesse, vor.

„Bildung mit digitalen Medien gelingt, wenn diese sinnvoll und zielorientiert eingesetzt werden“, ist Professor Silke Ladel überzeugt. Sie leitet den Saarbrücker Lehrstuhl Didaktik der Primarstufe Mathematik an der Saar-Uni. Ladels Projekt „Mit Robotern lernen“, bei dem Kinder spielerisch mathematisches Wissen anwenden, wurde erst kürzlich vom Stifterverband als „Hochschulperle des Monats Januar 2018“ ausgezeichnet. Ihre Kollegin, Professor Julia Knopf, erforscht digitale Lehr- und Lernprozesse im Bereich der Sprache. „Gemeinsam mit dem Didacta Verband wollen wir zeigen, welchen Mehrwert digitale Medien im Unterricht haben“, fasst die Leiterin des Lehrstuhls Didaktik der Primarstufe Deutsch das Konzept der Kooperation zusammen. „Dazu gehören nicht nur gute Unterrichtskonzepte für sämtliche Fächer und Jahrgangsstufen, sondern auch umfassende Lehrerfortbildungen.“

Das Lernen mit digitalen Medien war auch einer der Schwerpunkte der diesjährigen Didacta, der größten Bildungsmesse in Deutschland. Die Veranstaltung, zu der jährlich 100 000 Besucher und 900 Aussteller kommen, fand in diesem Jahr vom 20. bis 24. Februar in Hannover statt. „Kompetent. Selbstbestimmt. Digital. Kinder und Jugendliche auf das Leben in der digitalen Welt vorbereiten“ lautete das Thema einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Messe, an der Julia Knopf teilnahm.

Konkrete Beispiele dafür, wie digitale Technologien wie Virtual Reality und Augmented Reality im Schulunterricht eingesetzt werden können, präsentierten die beiden Saarbrücker Fachdidaktikerinnen in einem gemeinsamen Vortrag. Diese Technologien verfügten mittlerweile zwar über die notwendige Reife für den schulischen Einsatz. Sie würden aber bislang im Unterricht kaum eine Rolle spielen, unter anderem, weil Konzepte für die unterschiedlichen Fächer und Jahrgangsstufen fehlten.

Der Didacta Verband vertritt die Interessen von mehr als 260 Unternehmen und Organisationen und wird von zahlreichen Partnern unterstützt, darunter andere Unternehmens- und Dachverbände, politische Institutionen, pädagogische Einrichtungen und Forschungsinstitute, Berufs- und Elternverbände sowie Trägervereine. Ziel ist es, hochwertige Lehr- und Lernmittel zu entwickeln und einzusetzen sowie alle Lernorte – von der Kita bis zur Einrichtung für berufliche Weiterbildung – bedarfsgerecht auszustatten. Darüber hinaus bringt sich der Verband in die Debatten über die Weiterentwicklung der Bildungssysteme ein und informiert die Öffentlichkeit über wichtige Entwicklungen rund um die Bildung. Als ideeller Träger steht er hinter der Didacta, der größten deutschen Fachmesse für Bildung.

Von didacta DIGITAL • Universität des Saarlandes • 02.03.2018

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