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Unterrichtsinhalte

Neuer Rahmenplan „Digitale Kompetenzen“ soll in Kraft treten

Mecklenburg-Vorpommern: Vom Schuljahr 2018/2019 an sollen Schülerinnen und Schüler verstärkt Kenntnisse im Umgang mit digitalen Medien erlangen.

Die landesweit einheitlichen Lernziele und Unterrichtsinhalte gehen aus dem Entwurf des neuen fächerübergreifenden Rahmenplans „Digitale Kompetenzen“ hervor, den Bildungsministerin Birgit Hesse vorgelegt hat. Lehrergewerkschaften, Verbände, Vereinigungen, Kammern und weitere Einrichtungen können bis zum 15. Juni 2018 ihre Stellungnahmen zu dem Entwurf abgeben. Der neue Rahmenplan soll in Mecklenburg-Vorpommern am 1. August 2018 in Kraft treten.

„Die Digitalisierung spielt in unserem Alltag eine immer größere Rolle“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Dieser Entwicklung wollen die Schulen Rechnung tragen. Im Unterricht sollen die Schülerinnen und Schüler die entsprechenden Kompetenzen erhalten. Aber nicht alles, was technisch möglich ist, ist pädagogisch sinnvoll. Vorrang hat deshalb, was dem Lernen und den Lernenden nützt. Daran muss sich die technische Ausstattung orientieren – nicht umgekehrt. Das ist die Haltung, die der neuen Generation der Rahmenpläne zugrunde liegen soll“, betonte Hesse.

Der Rahmenplan „Digitale Kompetenzen“ ist als Übergangsrahmenplan angelegt, der zunächst für alle Schularten, Fächer und Klassenstufen gelten soll. Geplant ist, dass die Vorgaben dieses Rahmenplans bei der Überarbeitung der einzelnen Fachpläne in diese integriert werden. Im Mittelpunkt soll der Kompetenzerwerb stehen. Für jede Kompetenzgruppe soll ein sogenanntes Leitfach festgelegt werden. Die Kompetenzen lassen sich in folgenden Gruppen zusammenfassen:

  • Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren
  • Kommunizieren und Kooperieren
  • Produzieren und Präsentieren
  • Schützen und sicher Agieren
  • Problemlösen und Handeln
  • Analysieren und Reflektieren

Grundlage für den Rahmenplan ist die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“, auf die sich die Ressortchefs der Länder in der Kultusministerkonferenz verständigt haben. Danach soll jedes Kind, das im Sommer 2018 eingeschult wird, in seiner Schullaufbahn eine umfassende Medienbildung erhalten.

„Digitale Werkzeuge können den Fachunterricht verbessern und das Lernen erleichtern“, sagte Bildungsministerin Hesse. „Zum anderen muss die Digitalisierung selber Unterrichtsgegenstand sein: Fake News und seriöse Information; Datenklau und Urheberrecht; likes und hate speech – das Netz birgt Chancen und Risiken, mit denen Schülerinnen und Schüler lernen müssen, umzugehen“, so Hesse. Jugendliche sollten zudem ein Grundverständnis dafür entwickeln, was im Inneren ihres Smartphones oder Tablets vor sich geht.

Von didacta DIGITAL • 01.06.2018

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